Bus Stop

Karlsplatz 2024, iPhone

Wenn man(n) wartet greift man(n) heutzutage scheinbar automatisch nach dem Smartphone. Idealerweise glotzt man(n) aber nicht ebenso selbstverständlich auf das Display, sondern mitunter auch um sich. 

Während der „Autofocus“ nämlich auf den Abstand zwischen Auge & Handy eingerastet scheint, kann man(n) in der „richtigen“ Welt noch selber scharfstellen. 

„Bus Stop“ ist daher KEINE Hommage an den Marilyn-Monroe-Film aus dem Jahr 1956, sondern eine Kurznotiz aus dem täglichen Leben: der 4A-Bus ist wieder einmal vor der Nase davon gefahren, an der Haltestelle – „da schau her!“ – bietet sich ein hübscher Ausblick auf die Karlskirche, fast wie von Kasimir gestochen. Und dazu die Reflexion einer unvermeidlichen Produkt-Werbung.

Das Smartphone wird zum Notizblock: nicht mehr, nicht weniger.

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